Freitag, 29. Februar 2008

Tag 60 | Krank

Ich war für ein paar Tage im Norden und konnte hier wenigstens einen Lauf absolvieren. Warum nur einen? Am Samstag hatte ich endlich Zeit und Muse um ein wenig Training zu absolvieren. Ein flotter Waldlauf in ebenem Gelände. Übrigens mit neuem, sehr gut dämpfenden Laufschuh. Tags zuvor gleich nach meiner Ankunft besorgt.

Schon erstaunlich wie gut man auf flacher Strecke unterwegs ist wenn man das ganze Jahr über nichts anderes als "Hochlaufen und dann wieder Hinunterlaufen" kennt. Habe mir hinterher irgend etwas eingefangen, so dass ich weder am Sonntag noch am Montag laufen konnte. Beim Heimflug merkte ich schon leichte Fieberschübe, welche bis heute, 5 Tage danach noch anhalten. Ja, eine richtig schöne Grippe kann ich mein Eigen nennen und sie will mich einfach nicht verlassen. Zwangspause bis kommenden Montag, denn nichts ist gefährlicher als in diesem Zustand Sport zu treiben. Die Lust zum Laufen wird nach meiner Genesung um so größer sein. Lust auf den Blog, man möge mir das verzeihen, hatte ich die letzten Tage nicht.

Positiver Nebeneffekt: Nichts schmeckt und somit nehme ich in der sportlosen Zeit auch nichts zu.

Dienstag, 19. Februar 2008

Tag 050 | Mallorca

Mallorca wir kommen!
So Leute, heute hatte mein Neffe eine geniale Idee. Wir laufen den TUI Marathon (Halbmarathon) auf Mallorca. Sozusagen als Saisonabschluss und als kollektives Zuckerl. Diese Woche gehen wir noch die Einzelheiten durch und dann wird gebucht. Wenn ich es im Frühjahr nicht schaffe, so müsste mir aber ein HM unter 2 Stunden unter spanischer Sonne gelingen.

Zurück zum Sport: Mit dem heutigen Lauf habe ich zwar die 100 km Marke für dieses Jahr geknackt, doch schmerzte mir schon nach kurzer Zeit mein linkes Schienbein sehr. Von einem runden Lauf kann nicht die Rede sein, sondern eher von einem "Sich durch die Zeit schleppen". Trotz allem gibt es Erfolge: Der Puls geht langsam nach unten und die Lauferei fängt an wieder Spass zu machen. Mein Gewicht spielt leider nicht mit und somit kann ich noch nichts Abgenommenes eintragen. Macht nix - kommt noch.

Eines muss ich noch loswerden. Bei der Abstimmung hier rechts auf der Seite scheint ja wirklich keiner so richtig an mich zu glauben. Ooooookayyyyy - ich hab's verstanden. Euch werd' ichs zeigen!

Mann freu' ich mich auf Mallorca - Sascha ich danke dir!

Mittwoch, 13. Februar 2008

Tag 044 | Phase 1

Phase 1, das heißt Grundlagen schaffen mit langsamen Läufen. Langsam? Heute stand 50 Minuten laufen mit einem Durschnittstempo von 6:30 min/km auf dem Programm. Günne rief schon am Morgen an ob ich heute noch laufen gehe? "Yop, das tue ich und ich freue mich wenn du mitläufst."

Ablauf 17:30 Uhr. Ich konzentriere mich auf meinen Pulsmesser und den angezeigten Kilometerschnitt. Dann gehts los:

Du sag mal, heute schneller wie sonst? - Günter bitte, ich habe einen Plan den ich einhalten muss und leider kann ich bei der Geschwindigkeit momentan nicht viel reden. - Aha, und jetzt guckst du den ganzen Lauf auf dein Ding da, oder wie? Erster Lachanfall!!!! Günter bitte, ich will jetzt versuchen die Zeit durchzulaufen, bitte. - OK, dann reden wir halt nix mehr. Gibt ja eh nix zum sagen. Zweiter Lachanfall!!!! Günter ich meine es ernst. - Jaja, das wars dann wohl mit der Freundschaft, wenn man sich so garnichts mehr zum sagen hat. Dritter Lachanfall!!!!
Das geht ungefähr 2 km so und dann lässt mich Günne in Ruhe mein Training absolvieren. Er zieht locker mit, da er trainierter ist als ich und wenn nötig bei dem Tempo ein Dauergespräch führen könnte. Ich leider nicht. Günne, danke fürs mitlaufen. Ich freu' mich wirklich schon aufs nächste Mal.

Der Lauf war hart, aber das wird schon. Gelaufen bin ich laut iPod 7,41 km bei einer Zeit von 47:41 Minuten. Schnitt 6:26 min./km.

Dienstag, 12. Februar 2008

Tag 043 | Nach Plan

Um mein Projekt voran zu treiben habe ich meinen Freund und Triathleten Oli aus der Schweiz gebeten mir einen Plan zu erstellen. An dieser Stelle erstmal ein Hoy und Merci vielmol in die Schweiz. Ich habe ihm versprochen mich strikt daran zu halten und heute beginnt Phase 1. Vorgabe war 60 Minuten Jogging mit einem Schnitt von 7:30 min/km. Daraus geworden sind laut iPod (zeigt immer noch 5% zu wenig an) 61 min bei einem Schnitt von 7:06 min/km.

Der Lauf war sehr locker und ich fühle mich prima. Selbst die Steigungen, und da gibt es auf meiner Hausstrecke einige, bin ich in gleichmäßigem Tempo durchgelaufen. Meine Oberschenkel sind top in Ordnung. Außentemperatur -4 °C, d.h. schön warm in Schichten agezogen, Mütze drauf und leichte Handschuhe. Iregndwie habe ich heute das Gefühl alles richtig gemacht zu haben.

In 1,5 Stunden werde ich noch etwas Obst zu mir nehmen. Ich esse einfach noch zuviel und das muss sich ändern. Mein Mitläufer Martin aus Nürnberg spart jeden Tag 700 kcal beim Grundbedarf ein. Das soll auch meine Richtlinie sein. Verzehren darf ich somit laut Tabelle 1532 Kalorien am Tag. Ist doch eine ganze Menge, oder?

Montag, 11. Februar 2008

Tag 041 | Skitour

Abfahrt 7.45 Uhr. Um 8.30 Uhr beginnen wir unseren Anstieg an der Talstation Hochgratbahn. Es ist noch sehr frisch, da unser Weg um diese Uhrzeit noch beinahe komplett im Schatten liegt. Nach 2,5 Stunden und 800 m Höhenunterschied erreichen wir den Eineguntkopf (auf dem Falken) auf 1639 m. Meine Oberschenkel melden sich zu Wort und ich weiß schon jetzt was mich bei der Abfahrt erwartet. Da der Schnee an der Oberfläche gefroren ist und die Abfahrt recht steil, bricht man deutlich ein und das Schwingen talabwärts ist für mich leider nur mit einem nicht zu verachtenden Kraftaufwand zu bewerkstelligen.

Wir entschließen uns während der Abfahrt an der Oberen Stiegalpe auf 1178 m ein Päuschen einzulegen und einen wohlverdienten leichten Weizen unser Eigen zu nennen. Nach 20 Minuten gehts wieder abwärts. Unten angekommen bin ich wiedermal stolz auf das Geleistete und freue mich auf den Heimweg. Matthias meint wir müssen dieses Jahr unbedingt noch ein paar Touren machen. In höhere Lagen und mit Übernachtung. Ich solle schon mal trainieren. Gut, das mache ich.

Der Nachmittag ist geprägt von einem Fussballturnier meines Jüngsten, wobei ich beim Zuschauen beinahe einschlafe. Ja, das war anstrengend und ich merke es deutlich.

Tag 040 | Ausgleich

Eigentlich wollte ich heute einen Entspannungslauf über 12 km machen, doch bei so einem Kaiserwetter entschloss ich mich als Ausgleich mit meiner Familie zum Skifahren zu gehen. In den höheren Lagen liegt noch Schnee und so standen wir nach 50 Minuten Autofahrt auch schon auf der Piste. Meine Beschwerden in den Oberschenkeln machten sich am abend noch deutlicher bemerkbar, sodass ich ziemlich müde und auch zeitig den Weg ins Bett antrat. Ich möchte mich gerade betten, da klingelt das Telefon: "Hi Oli, hier ist Matthias. Wie wäre es morgen früh mit einer schönen Skitour. Das Wetter soll morgen traumhaft werden." – Skitour? Ohje, meine Schenkel brennen und eigentlich habe ich keine Lust, doch wenn man die Möglichkeit hat mit einem guten Freund etwas zu unternehmen, so soll man das auch tun. Ich sage zu und er wird mich gegen 7.30 Uhr abholen. Bis morgen und gute Nacht.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Tag 038 | Zeit?

Der Aufruf zum heutigen Lauf kam aus der Schweiz. Hoi Oli, von hier aus einen Gruss in die Schwyz! Ja, wie Du siehst habe ich mich aufgerafft und sitze nun voller Stolz im Büro. Meine Beine sind wirklich bleischwer aber das ist mir egal. Ich laufe! Ich laufe sehr langsam, (7 min. / km) denn schneller geht es einfach nicht. Für mich ist es in erster Linie jetzt wichtig Kilometer in die Beine zu bekommen, die Zeit spielt keine Rolle und der Gewichtsverlust kommt dann wie von selbst. Diese Woche geht es mit den Kilos nach unten – ich kann es schon spüren.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Tag 037 | Nachtsport

Es regnet in Strömen und ich denke oft darüber nach wie es denn heute abend sein wird, das Laufen. Nein ich habe keine Lust - nicht zum Laufen, nicht im Regen und nicht bei Nacht. So gegen 17.45 Uhr laufen wir los. Joachim und ich. Ich bin froh über jeden Motivationsschub und froh, dass Joachim heute mit mir läuft. Wir laufen los und die trüben Gedanken sind wie weggeblasen. Heureka ich laufe und Spass macht es auch. Die von mir gewählte Runde entspricht knapp 9 km. Im letzten Drittel werden meine Beine schwach und ich werde extrem langsam. Joachim passt sich meinem Tempo an und läuft ruhig neben mir her.
Wir sind am Ziel und ich denke: Danke Mann, das ist Sportsgeist, denn mein Mitläufer ist im richtigen Läuferleben eine gute Portion schneller unterwegs.

Ach ja, ab sofort jeden Donnerstag zwischen 17.30 Uhr und 18.00 Uhr. Laufen mit Joachim. Heute ist Mittwoch, morgen kann er nicht – mmhh, da kann ich doch über eine Woche Pause machen, oder?

Samstag, 2. Februar 2008

Tag 033 | Gedanken

Meine Grippe ist beinahe auskuriert, doch traue ich mich nicht zu laufen. Ich traue mich nicht aus Angst vor einem Rückfall. Ich komme gerade von einem Gespräch mit dem Thema: Ziele, Verbesserung, Wille und vor allen Dingen "Wie steckt man sich erreichbare Ziele?" Nun stehe ich hier und denke nach über die Ernsthaftigkeit des Projektes und meinen Willen zum Abnehmen. Ist es mir wirklich ernst genug? Will ich wirklich etwas ändern? Wenn ja, warum passiert dann nichts? Das neue Jahr ist nun schon mehr als 30 Tage alt und nicht viel ist passiert. Immer mehr interessiere ich mich für das Abnehmen miteinander. Wäre Weight Watchers oder eine ähnliche Gruppe hilfreich und gut? Sollte man gewisse Pläne gemeinsam angehen?

Wer von euch hat Erfahrung mit so was? Schreibt mir doch den einen oder anderen Kommentar zu diesem Thema.

Freitag, 1. Februar 2008

Tag 032 | Grippe

Ich schlage mich seit 1 Woche mit einer Grippe herum. Leichte Fieberschübe und allgemeines Unwohlsein. Heute geht es mir etwas besser und morgen soll das Lauftraining mit einer kleinen Einheit wieder aufgenommen werden. Mein Gewicht hat sich leider noch nicht verändert. Wie auch? Ich brauche mehr Vitamine und jemanden der mir beim Griff in den Kühlschrank auf die Finger haut.

Um die gewünschten 700 km in 182 Tagen zu schaffen muss ich diesen Monat ein ziemliches Laufpensum an den Tag legen, doch möchte ich meine Ziele nicht zu hoch stecken, sondern sie in greifbarer Nähe ansiedeln.

Macht es gut ihr Leser und Läufer da draußen. Morgen dann mehr...